Protokoll Mai 2017

5:       Neuigkeiten /Veränderungen auf dem Priwall

  • Hochwasser
  1. Erdmann, der im Ortsrat Priwallangelegenheiten vertritt, berichtete über die Sitzung des Ortsrates von Travemünde am 14. Mai 2017 zum Thema Hochwasserschutz: Die Klimaveränderung verbunden mit dem Anstieg des Meeresspiegels wurden vom Hauptreferenten Dr. Oelerich (Direktor des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein) ausführlich dargestellt. Es wurde deutlich, dass der Hochwasserschutz auf dem Priwall sich den Veränderungen anpassen muss. In dieser Sitzung des Ortsrates von Travemünde stellte E. Erdmann fest, dass der Priwall bei einer Überflutung der tiefliegenden Bereiche an der Landesgrenze zu Mecklenburg- Vorpommern und Einstellen des Fährverkehrs von der Umwelt für Fahrzeuge abgeschnitten ist. Er sprach daher seine Erwartung aus, dass der Ortsrat nicht ohne einen Beschluss auseinandergehen möge. Der Vertreter der Feuerwehr unterstützt insbesondere seinen Vorschlag, dass Senator Hinsen erneut eingeladen werden sollte, um sich von der Problematik Hochwasserschutz auf dem Priwall selbst ein Bild zu machen. Bürgerschaftsmitglied Thomas Thalau nahm die Anregung auf und versprach einen Termin mit dem zuständigen Senator Ludger Hinsen zu organisieren.

 

Zwischenzeitlich wurde eine Vororttermin mit Innensenator Hinsen und der Feuerwehr für den 03. Juli 2017 Uhr vereinbart. Der Innensenator bittet den Kreis der Beteiligten klein zu halten Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Priwall Hrn. Thorsten Clausen wird anwesend sein.

Hr. Christian Will berichtete über seine Erfahrung als Priwallbewohner mit dem Umgang von Versicherungen und Vertreter der HL zum Risiko „Hochwasser“. Ausgangspunkt war, dass aufgrund einer neuen Risikoeinschätzung die Allianz seine Elementarversicherung „Hochwasser“ als Teil der Gebäudeversicherung um 1.000,- € hochstufte. Die HL konnten oder wollten auf expliziter Nachfrage keine Unterstützung zur maßgebenden Risikoeinschätzung des Hochwasserrisikos auf dem Priwall abgeben. Letztendlich half ein Versicherungswechsel. Bei einer anderen Versicherung (HUK) wurde dieses Risiko lediglich mit einem Betrag von 60,- € angesetzt. E. Erdmann regte wegen des allgemeinen Interesses an dieser Problematik an, diese Thematik in der Novemberausgabe der WIR vom Priwall aufzugreifen.

 

  • Instandsetzung der Mecklenburger Landstr./Pötenitzer Weg

Der Fahrbahnbelag der Mecklenburger Landstr. und des Pötenitzer Weg wurde Mitte Mai nach Vorarbeiten, wie das Schließen von Schlaglöchern, mit halbseitigen Absperrungen unter laufendem Verkehr instandgesetzt und damit weitgehend - Markierungen und Piktogramme folgen noch - abgeschlossen. Hr. Drever vom Fachbereich Planen und Bauen Bereich Stadtgrün und Verkehr hat das Schreiben der Gemeinschaf der Priwallbewohner zum Thema Tempokontrolle auf der „Rennstrecke ML; Markierungen und Piktogramm“ an den Fachbereich und an die Fraktionen zuständigkeitshalber an den Bereich Verkehrsangelegenheiten weitergeleitet. Von diesem Bereich wird nunmehr eine Rückantwort erwartet, da dort die Geschwindigkeitsüberwachung angesiedelt ist.

  • Spundwand
  1. Erdmann berichtet über die Antwort von Hrn. Wiese (Lübeck Port Authority, LPA) zur die Sanierung der Spundwände ab Bereich Bunkerstation: Eine Spundwanderneuerung am Kohlenhof im Zuge der Umgestaltung der Promenade ist nicht vorgesehen. Die in den letzten Jahren durchgeführten notdürftigen Wartungsarbeiten durch Reparaturschweißungen werden als zielführend und geeignet angesehen. Es ist daher weiterhin vorgesehen auch die sich neu bildenden Löcher zeitnah zu verschließen. Es gibt Überlegungen der Korrosion entgegen zu wirken. Eine Sanierungsidee wurde bereits an der Spundwand der Priwallfähranleger ausgeführt und mit einem weiteren Abschnitt in Richtung Kohlenhofkai wird noch in diesem Jahr begonnen.

Eine Unterstützungsmöglichkeit aus dem "Sonderfonds Sturmflutschäden" nach der die von dem Januar-Sturmhochwasser betroffenen Kommunen an der Ostseeküste Anträge stellen können, wird nicht gesehen, da die festgestellten Korrosionserscheinungen alterungsbedingte „Abrostungserscheinungen“ sind.

Der fehlende Straßenpfosten Richtung Kohlenhofspitze soll von der LPA immer zeitnah ersetzt werden. Es bestehen allerdings Überlegungen, eine andere Art der Absperrung aufzustellen, die weniger leicht entfernt werden kann.

  • Promenade

Die LN berichtete am 10. Mai, dass die Kosten für die neue Promenade auf dem Priwall explodieren. Statt 6,2 Millionen Euro soll die Flaniermeile am Passathafen nunmehr mit 9,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Bezugnehmend auf diesen Bericht erläuterte E. Erdmann, dass die HL jetzt mit 3,5 Mill. Euro doppelt soviel zahlen muss, wie ursprünglich 2012 (1,8 Mill Euro) vorgesehen. Brisant ist, dass der städtische Zuschuss von der Politik extra gedeckelt und der Bauverwaltung ein klares Limit gesetzt worden war und alle Parteien damit einverstanden waren. Er erwartet, dass die Stadt die gestiegenen Kosten tragen kann.

6:       Homepage

Protokolle werden auf der Homepage unter https://www.priwallbewohner.de veröffentlicht. E. Erdmann dankt den Administrator, Hrn. Winkler, für die gute Zusammenarbeit und berichtet, dass Hr. Winkler um ein einheitliches Schriftbild bittet.

7:       vorläufige Planungen für 2017

  • Kaffee und Kuchen bei den Kanuten können nicht im Juli, sondern erst im August genossen werden.
  • Ein Termin für die Fahrradtour nach Rosenhagen steht noch nicht fest. Frau Nolde schlägt auch eine Wanderung nach Rosenhagen vor. E. Erdmann wird eine Terminabfrage über den Doodle-Dienst vornehmen.
  • Die Neueröffnung der Seglermesse soll mit einem Matjesessen gefeiert werden. Da entgegen den Planungen diese wohl erst nach Pfingsten eröffnet werden wird, kann zurzeit noch keine Terminfestlegung erfolgen.
  • Bingo wird dann auch wieder in der Seglermesse stattfinden.
  • Verschiedenes
  • Als Schwerpunkt der Herbstversammlung 2017 (vgl. TOP 17 im Protokoll der JHV) wurde das Thema „Verkehrskonzept für den Priwall“ festgelegt die. Aspekte der Verkehrsführung und Verkehrssicherheit auf dem Priwall, die auf der Herbstversammlung zur Sprache kommen sollen, sind: Bürgersteige, Zunahme des Verkehrs und Staubildung an den Fähren, Fahrradwege (Ostseeküsten-Radwanderweg wo?), Bürgersteige ab Fischbratküche und, Geschwindigkeitsbegrenzung wurden Hrn. Weiland (Verkehrsplaner) mitgeteilt. Die Thematik wurde insbesondere an einem „ Freitagsstau“ und der Parkplatzsituation ausführlich diskutiert. E. Erdmann sprach seine Erwartung aus, dass Hr. Weiland eine Prognose zum „Verkehrsinfarkt“ am geplanten Veranstaltungstermin im Oktober abgibt.
  • Die Neueröffnung der Seglermesse zu Pfingsten ist nicht mehr realistisch (s. a. TOP 7). Die Gemeinschaft plant, dort ihre Treffen und Sitzungen zukünftig stattfinden zu lassen. Die Seglermesse wird – wie bisher - ca. 100 Personen Platz bieten.
  • Fragen von Mitgliedern/Gästen

Johanna Rosenwald berichtete über die geplanten Themen in der nächsten Ausgabe der WIR vom Priwall. Neben Hochwasserschutz auf dem Priwall wird u.a. die Geschichte auf dem Priwall fortgesetzt, Teil I der Wochenendhaussiedlung in der Nachkriegszeit bis ca. 1962, der Hochwasserschutz, die Naturfreunde und der hier beheimatete deutsch-französischer Segelclub behandelt werden. Die Verteilung der WIR vom Priwall wird zukünftig wieder von Vereinsmitgliedern übernommen. Hr. Hartmut Tlotzek übernimmt die Organisation. Im Namen der Gemeinschaft bedankte sich J. Rosenwald ganz herzlich dafür, dass die Verteilung für eine Übergangszeit von Do It übernommen wurde.

  1. Erdmann berichtet über eine Anfrage, warum beim Waterfront-Projekt zusätzliche Kinderspielplätze vorgesehen sind; Antwort: für die Kinder der Waterfront-Besucher. Auf Nachfrage, ob die Parkplätze am Heizkraftwerk bereits im B-Plan vorgesehen waren, stellte E. Erdmann fest, dass keine Änderungen bekannt sind, der Parkplatz im B-Plan ausgewiesen ist.

Herr Hildebrandt berichtet über das Projekt „Duckdalben“, die sich mit der Geschichte des Priwalls auseinandersetzen. Zwei Jahr lang konnte man das unvollendete Werk am Kohlenhof sehen, jetzt wird es fertiggestellt.

Die Ostseestation (OSS) sucht ehrenamtliche Kartenverkäufer. Voraussichtlich wird die OSS im September, vielleicht aber auch erst später wiedereröffnet.

ENDE: 19:50 Uhr