Info- Abend Oktober


en noch keine Entscheidungen gefallen. Ein Verwaltungsverfahren zur Festlegung eines Standortes gibt es noch nicht.

  1. Erdmann stellt klar, dass die GdP nicht für die Kommentierung in HLlive und Trave-münde Aktuell verantwortlich ist. E. Erdmann bestätigte dies unter Bezug eine Email von Herrn Kirchhoff, Kurdirektor des Kurbetriebs Travemünde. Danach ist das Genehmi-gungsverfahren durch Forst, Bauordnung und Naturschutz ganz am Anfang des Projek-tes. einen Überblick über die Problematik eines Hochseilgartens auf dem Priwall. In dem Zusammenhang weist er darauf hin, dass der Standort auf dem Kalvarienberg eine Rei-he von Vorteilen gegenüber dem Standort auf dem Priwall hat. Dies betrifft insbesondere Erreichbarkeit (Bahn- und Busanbindung), Infrastruktur (Parkmöglichkeiten, Toiletten), Verkehrsanbindung und Kosten für die Nutzer (zusätzliche Fährkosten). Man kann daher zurzeit eher von einem ablehnenden Meinungsbild ausgehen, denn der Ort muss nun erst einmal von der ganzen Dynamik der touristischen Entwicklung „durchatmen“. Dies als soll Botschaft mitgenommen werden.

In der anschließenden Diskussion weisen Mitglieder des Vereins darauf hin, dass sie keine weitere Kommerzialisierung der Natur, der kleinen Oasen haben wollen. Die Pri-waller sind aber nicht feindlich gegenüber den Existenzgründern eingestellt. Sie wollen die wenigen, noch verbliebenen Oasen auf dem Priwall erhalten. Noch mehr Verkehrs-probleme durch weitere Besucher aus neuen Einrichtungen müssten vermieden werden. »Es sei einfach alles zu viel geworden für den Priwall« – so ein Mitglied des Vereins. Es gab auch einzelne Statements aus der Versammlung, die in den derzeitigen Äußerun-gen aus dem Verein kein Abbild für die gesamte Meinung der Priwallbewohner sehen würden. So wäre durchaus eine Einrichtung eines Hochseilgartens für Kinder, Jugendli-che und Gäste begrüßenswert, allerdings aber auch auf der Travemünder Seite.

Zur Argumentation des Försters über die Eignung der Bäume im angedachten Gebiet des Priwall, weist Ulrike Westphal von der Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit Travemün-de & Priwall (BIN) auf Feststellungen im Gutachten »Schutzwürdigkeit und Schutzbedarf der Küsten- und Waldlandschaft des nördlichen Priwalls« hin. Danach seien die Aussa-gen zur Eignung der Bäume am Standort Priwall auf der Grundlage einer vereinfachten Argumentation, wie sie der Förster vortrage, nicht nachvollziehbar.

Herr Haase (Unabhängige) schlug vor, den Standort am Brodener Ufer in den Blick zu nehmen. Der Wald dort sei besser geeignet als der auf dem Priwall.

In ihrer Zusammenfassenden Wertung zum Verlauf der Diskussion waren für die Hoch-seilgartenstandort-Bewerber Nick Moritz und Tilmann Liden die Positionen der Vereins-mitglieder zum Teil neu aber doch auch verständlich. Auf konkrete Nachfrage stellen sie fest, dass sowohl die Standorte Kalvarienberg und Priwall aus ihrer Sicht gut geeignet wären. Es ist aber nicht ihr Ziel, auf alle Fälle eine solche Einrichtung auf dem Priwall zu realisieren. Sie wollten zurzeit vor allem sondieren und bewerten. E. Erdmann bedankt sich für die rege Diskussion. Das Meinungsbild der Priwallbewohner war deutlich und sollte mitgenommen werden.

TOP 2 Bericht des Vorstandes:

  1. Erdmann informiert die Mitglieder, dass der Verein die Freiwilligen Feuerwehr Priwall mit einer Spende von 200,- € unterstützen will. Die Spende ist für den von der Feuer-wehr in Eigenleistung und mit Material vom Stadtfeuerwehrverband Lübeck erstellten Anbau (Garagentor) am Gerätehaus vorgesehen. In diesem Anbau soll der VW Bus und weiteres Feuerwehrmaterial untergestellt werden, für das ein entsprechender Verschluss zwingend notwendig ist, den die Feuerwehr aus Eigenmitteln nicht aufbringen kann und von daher ein Spendenaufruf initiiert hat.

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  1. Erdmann berichtet über die Sitzung im Ortsrat, über Kontakte zu Innensenator Hinsen, Kurdirektor Kirchhoff (Hochwasser Kletterwald) und von einem Gespräch mit Hrn. Schröder, Leiter Stadtplanung und Bauordnung, zum Verkehrskonzept, Landschaft-sschutzgebiet, Waterfront und Hochwasserschutz

Zu 1. Kohlenhofbebauung

Es ist richtig, dass Hr. Hollesen seine Bebauung der Kohlenhofspitze in den Frak-tion vorstellt. Es gibt grobe Zeichnungen, nichts Offizielles. Hr. Schröder sieht aus formalen Gründen kaum Möglichkeiten, das Hollesen seine Pläne umsetzen kann. Das Gutachten Landschaftsschutzgebiet Küstenwald steht dem im Wege, die Be-teiligung der Verbände und Organisationen und die Öffentlichkeitsbeteiligung ste-hen noch aus. Bis zum Jahresende wird der Top abgeschlossen sein. Das Wald-gesetz sieht Mindestabstände bei einer möglichen Bebauung vor, bei einer Be-bauung würde dann vom Wald nichts übrigbleiben. Eine Bebauung im (erwarteten) Landschaftsschutzgebiet hält Hr. Schröder daher für kaum noch möglich, eine Be-bauung im nicht als LSG ausgewiesenen Teilgebiet in Richtung Fähre ist aus Sicht von Hrn. Schröder dagegen aber schon denkbar. Dieser Bereich ist nicht Teil des Landschaftsschutzgebietes. Aus Sicht von Hrn. Schröder ist dies ein Problemfall. Dieser Teil könnte als Kompensation für Hrn. Hollesen von Bedeutung werden. Hr. Hollesen möchte die Wohnbebauung nutzen, um seine Tagungsgäste unterzu-bringen. Erbpachtgrundstücke, Zuwegungen für die Nutzer sind aber zu beachten.

Zu 2. Hochwasserschutz

Mit Bezug auf die Überplanung des Priwalls zeigte sich Hr. Schröder erstaunt, dass die von Bürgerschaft beschlossene Anträge zum Thema Hochwasserschutz bei Ihm landen, er würde sie im Bereich von Senator Hinsen ansiedeln. Erdmann hat das Problem der Senke an der Landesgrenze zu Mecklenburg mit ihm bespro-chen. Für E. Erdmann stellt sich die Frage des Abwägungsprozesses: Was ist hö-herwertig, der Schutz der Menschen oder der Naturschutz. Diese Frage wird Hr. Schröder mit der unteren Naturschutzbehörde besprechen.

Die Anträge aus der Bürgerschaft zum Top Hochwasserschutz mit dem Lösungs-ansatz „Höherlegung der Mecklenburger Landstraße“ sind s. E. nicht zielführend. Zwar ist der Bereich der Senke gesichert, dass Wasser läuft dann Richtung Natur-freunde linksseitig entlang der Straße. Bei einer Kostenschätzung von bis 1,9 Milli-onen für die Höherlegung der Mecklenburger Landstraße stehen hier Kosten bei der Auffüllung der Senke gegenüber, die eher im unteren vierstelligen Bereich lie-gen würden. Erdmann betont noch einmal das Ziel des Vereins ist den Bereich der Senke aufzufüllen.

Zu 3. Verkehrskonzept

Mit Hrn Schröder wurde vereinbart, dass das vorläufige Verkehrskonzept für den Priwall in der Seglermesse am 29. Oktober; 18.30 Uhr vorgestellt wird. In Vorge-sprächen mit der Stadt ist die Position des Vereins deutlich mitgeteilt worden. Ei-nen weiteren Ausbau der Mecklenburger Landstraße wird abgelehnt. Die Planun-gen sollten in erster Linie der Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrenden gelten. E. Erdmann spricht sich dafür aus, den Vorschlag die ML zu verbreitern, abzulehnen, den Status quo beizubehalten und eine Nutzung von Fahrradfahren-den auf den Fußwegen zu unterbinden. Es besteht Einigkeit mit der HL darüber, dass die Mecklenburger Landstraße nicht entsprechend den Plänen der Verwal-tung ausgebaut wird. Diese Position des Vereins hatte E. Erdmann auch schon Hr. Werner und Senatorin Hagen mitgeteilt, beide teilen die Auffassung des Vereins. Parken auf beiden Seiten der Mecklenburger Landstr. ab ehemalige Fischbratkü-che. Die Fahrzeuge parken teilweise im Naturschutzgebiet, auf der gegenüberlie-genden Straßenseite parken Fahrzeuge so, dass Fußgänger auf der Straße gehen

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müssen. Fahrzeuge parken im eingeschränkten Halteverbot bzw. parken im Na-turschutzgebiet.

TOP 3 Rückblick:

Blaufahrt

  1. Erdmann bedankte sich bei Frank Thierfeldt für die wiederum perfekt gelungene Or-ganisation und bei Fr. Kraft-Bünger für den sehr schönen Bericht und die Bilder von der Blaufahrt 2019 nach Stralsund. Der Bericht kann auf der Homepage der GdP in der Rub-rik „Forum“ eingesehen werden. Er kann sich der Schlussfolgerung von Fr. Kraft-Bünger uneingeschränkt anschließen: „Es war insgesamt eine schöne, interessante, stimmige Fahrt ins Blaue, die wir wohl alle in sehr guter Erinnerung behalten werden. Danke für die tolle Organisation. Wir freuen uns auf die nächste Fahrt.“

Vorstellung im Rosenhof

  1. Erdmann berichtet, dass sich der Verein am 10. September 2019 im Rosenhof seinen Bewohnern (mal wieder) vorstellte. Travemünde Aktuell berichtete unter dem Titel „Der Priwallverein stellt sich den Bewohnern des Rosenhofes vor“ ausführlich hierüber: An-hand einer Power Point Präsentation hat E. Erdmann die vielen Informationen zum Ver-ein und das, was er alles tut, recht prägnant vorgetragen. Mit von der Partie waren Jo-hanna Rosenwald, die Chefredakteurin von »Wir vom Priwall«, der kleinen Zeitung, die der Verein herausgibt und vom Schriftführer und Kassenwart. Das Interesse war groß und die Bibliothek des Rosenhofes war fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Einheitsbuddeln

Das in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit Travemünde und Pri-wall (BIN), Parteien, den Naturfreunden, den Kanuten durchgeführte Einheitsbuddeln als wiederkehrende Aktion zum Tag der Deutschen Einheit gedacht, war ein voller Erfolg. Travemünde jedenfalls machte mit und pflanzte auf dem Priwall. Es wurden mehrere Bäume Richtung Klärwerk gepflanzt. Dankenswerter Weise wurden die Bäume und Pfosten, Seile zum Festbinden der Bäume vom Stadtwald Lübeck kostenlos zur Verfü-gung gestellt.

TOP 4 Ausblick:

Am 12. Oktober ruft die Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit Travemünde und Priwall (BIN) zur Bildung einer Menschenkette auf dem Priwall auf. Der Aufruf zur Bildung einer Kette rund um den Kohlenhof richtet sich gegen eine weitere Bebauung des Kohlenhof-Geländes mit seinem Waldbestand, das sich vom Priwallhafen die Trave entlang bis zur Bunkerstation zieht. Die Protestaktion richtet sich gegen eine weitere Bebauung des Kohlenhof-Geländes mit seinem Waldbestand. E. Erdmann ruft die Vereinsmitglieder der GdP auf, daran teilzunehmen und die Aktion zu unterstützen, um ein deutliches State-ment aus Travemünde an die Lübecker Politik zu senden.

Am 29. Oktober; 18.30 Uhr wird das vorläufige Verkehrskonzept für den Priwall in der Seglermesse vorgestellt. Von Seiten der Stadt HL wird dies Hr. Werner übernehmen. E. Erdmann erklärt(s. oben)., dass in Vorgesprächen mit der Stadt die Position des Vereins deutlich mitgeteilt worden ist. Einen weiteren Ausbau der Mecklenburger Landstraße wird abgelehnt. Die Planungen sollten in erster Linie der Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrenden gelten. Keine Nutzung von Fahrradfahrenden auf den Fußwegen.

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TOP 5 Verschiedens:

  1. Erdmann stellt eine Zusammenstellung der Aktivitäten des Vereins in den letzten Jah-ren vor um zu erfahren welche Themen weiter verfolgt werden sollen, welche Themen sollen besprochen werden? Welche Aktion ist gewünscht? Er bittet um Rückmeldung.

Ende 20:10 Uhr